Um Zahnlöcher zu füllen war Amalgam schon immer das günstigste Material. Zinn, Silber und Kupfer werden als Metallpulver mit Quecksilber zu einer homogenen Füllmasse vermischt und in das Zahnloch gefüllt. Leider macht der Anteil an Quecksilber rund 50 Prozent aus. Inzwischen gibt es diese metallische Füllmasse in Kapselform, was nicht an der Tatsache ändert: Amalgam vergiftet den menschlichen Körper langsam aber sicher.

Warum ist Amalgam umstritten?

Bei Amalgam handelt es sich um eine rein metallische Zusammensetzung. Leider hat der  „Lückenfüller“ einen extrem hohen Anteil an Quecksilber. Quecksilber ist hochgiftig! Der Kontakt mit Quecksilber kann bei Menschen ernste Vergiftungen verursachen. Beim Kauen besteht also große Gefahr, dass kontinuierlich geringe Mengen Quecksilber freigesetzt werden. Und diese letztendlich in den Blutkreislauf gelangen.

Menschen ab dem 50. Lebensjahr, die sich über eigene Zähne freuen, werden mit großer Wahrscheinlichkeit einen hohen Anteil an „Silberfüllungen“ im Mund beherbergen. An den metallischen Geschmack im Mund hat man sich vielleicht gewöhnt. Und doch … wer eine Zahnfüllung benötigt sollte zukünftig in jedem Fall auf Amalgam verzichten. Leider werden Zahnlöcher noch immer zu etwa 30 Prozent mit Amalgam gefüllt.

Der hohe Anteil an Quecksilber kann allergische Reaktionen hervorrufen! Bitte lassen Sie sich von Ihrem Zahnarzt vor der Behandlung beraten und über mögliche Risiken aufklären. Sollten Sie unter Niereninsuffizienz leiden, verzichten Sie auf Amalgam. Aber auch Zahnfüllungen aus Gold, Keramik und Kunststoff können Allergien hervorrufen. Ein Allergietest kann hier für Aufklärung sorgen. Eine Vergiftung durch Quecksilber oder andere Gifte ausschließen oder eben erkennen.

Warum wird Amalgam noch immer verwendet?

Für viele Menschen ist es die einzige Option beim Zahnarztbesuch. Das Material ist ausgesprochen günstig. Somit wird es von den Krankenkassen zu 100 Prozent bezahlt. Im Vergleich zu Kunststoff ist es  zudem sehr langlebig (acht Jahre und mehr). Dadurch wird es gerne bei den stark beanspruchten Zähnen im Seitenbereich verwendet.

Was tun, wenn der Blutkreislauf mit Schwermetalle belastet ist?

Zu Beginn wäre es sinnvoll eine exakte Diagnose einzuholen. Hierfür wende ich in meiner Privatpraxis die NLS-Diagnostik (SANUM Vitaltiäts-Check) an. Das Ergebnis liefert exakte Ergebnisse! Mit welchen Metallen und in welchem Ausmaß ist der Körper belastet?

Wie wird man die Gifte im Blutkreislauf wieder los?  Bei einer Quecksilbervergiftung sollten Sie auf jeden Fall Ihre Amalgamfüllungen nach und nach entfernen lassen! Zudem lassen sich mit der Chelat-Therapie die hohen Quecksilber-Belastungen und andere Metalle (Umweltgifte, Pestizide), in der Blutbahn binden und ausleiten. Mit anderen Worten: Die Chelat-Therapie ist ein ambulantes Heilverfahren. Weiterhin ist diese Therapie besonders von Bedeutung bei Metallen, die schon in ganz geringen Mengen Krankheiten hervorrufen.

Was sagt Gesundheitswesen und Politik dazu?

Anfang 2017 hat das Europaparlament beschlossen, den Einsatz von Amalgam als Zahnfüllung einzuschränken! Innerhalb Europa dürfen Zahnärzte keine Amalgam-Füllungen mehr bei Schwangeren und Kindern unter 15 Jahren einsetzen. Zudem soll ab 2023 Amalgam nur noch ausnahmsweise erlaubt werden, etwa bei nachgewiesenen Allergien gegen Gold oder Kunststoff.

Um die Gesundheit von Patienten nicht zu gefährden, sollte vorsorglich auf die Verwendung von Amalgam verzichtet werden. Verantwortungsbewusste Zahnärzte tun das mittlerweile auch. Lobenswert wäre, wenn die Krankenkassen ähnlich vorausschauend handeln und höhere Zuschüsse für Alternativ-Füllungen bezahlen.

Doch sind die Alternativen Gold, Keramik und Kunststoff wirklich gesünder? Darüber berichte ich gerne ein anderes mal. Am besten wird wohl sein, die letzten Zähne immer gut zu pflegen, damit sich diese Frage nicht so oft stellt!